Login
Alle Treffer anzeigen
Dieses Fenster schließen

Analyse sieht Haftungsrisiken bei Delegation hausärztlicher Hausbesuche

Seit 2009 ist die Delegation hausärztlicher Tätigkeiten an nicht-ärztliche Gesundheitsberufe außerhalb der Rufweite eines Arztes in der Regelversorgung möglich. In einer Pressemitteilung weist die Universitätsmedizin Greifswald nun auf eine juristischen Analyse hin, nach der die Umsetzung in der Praxis mangelhaft ist. Die parlamentarische Ebene habe seinerzeit eine Orientierung an den AGnES-Projekten (AGnES: Arztentlastende, Gemeindenahe, E-Health-gestützte, Systemische Intervention) verlangt, um die Hausbesuche sicher und versorgungswirksam delegieren zu können. Die Umsetzung und Abrechnung der Leistungen über die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen bleibe nach der Analyse im Rahmen einer Dissertation jedoch weit hinter diesen Vorgaben zurück. In seiner Arbeit kritisiert Thomas Ruppel die aktuellen Umsetzungsregelungen in der Delegationsvereinbarung als überwiegend rechtswidrig. Insbesondere die Anforderungen an die Qualifikation der Delegationskräfte müssten dringend angepasst werden, um Haftungsrisiken für die delegierenden Ärzte zu vermeiden.

Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse in der Zeitschrift „Das Gesundheitswesen“