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BKA legt Forschungsergebnisse zur Arzneimittelkriminalität vor

Das Bundeskriminalamt hat heute den Ergebnisbericht zur Arzneimittelkriminalität (AMK) vorgestellt. Danach haben die Polizeidienststellen in Deutschland im Jahr 2014 4.473 Fälle von AMK in der Kriminalstatistik erfasst. Die Tendenz der vergangenen Jahren ist stark steigend, von 1993 waren es lediglich 810 im Jahr 2009 3.583 Fälle. Laut dem Bericht ist die Steigerung von 2009 bis 2014 insbesondere bei mit höheren Sanktionen bewehrten Straftaten nach § 95 AMG groß. Die höchste Steigerungsrate in den Jahren 2009 bis 2014 ist für das Inverkehrbringen, Verschreiben oder Anwenden von Arzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport bei Dritten zu beobachten (von 158 auf 501 Fälle, dies entspricht einer Steigerungsrate von 271,1 Prozent).
Ausgehend von der WHO-Schätzung von „unter einem Prozent“ Prävalenz gefälschter Arzneimittel in der legalen Lieferkette in entwickelten Ländern, kommt das BKA für das Jahr 2010, in dem im deutschen Apothekenmarkt 1,55 Milliarden Packungen Arzneimittel verkauft wurden, auf bis zu 15,5 Millionen Packungen gefälschter Arzneimittel, die über die legale Lieferkette in Deutschland an Patienten hätten abgegeben werden können. Die Behörde weist allerdings auf große Unsicherheiten bei diesen Schätzungen hin.

PDF-Download des Ergebnisberichts von der BKA-Homepage