Login
Alle Treffer anzeigen
Dieses Fenster schließen

Bundesregierung verteidigt Zuzahlungen in der GKV


Die Bundesregierung hat in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke die Zuzahlungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verteidigt. Diese seien auch im Interesse der Beitragszahler, da der Gesetzgeber seiner Verantwortung für die Beitragszahler nachkomme, indem er die Zuständigkeit der GKV und die Eigenverantwortung der Versicherten voneinander abgrenze.
Die jährlichen Zuzahlungen der Versicherten lagen laut Bundesregierung 2016 im Vergleich zu den Gesamtausgaben der GKV bei 1,7 Prozent, das derzeit erhobene Zuzahlungsvolumen entspreche einer Größenordnung von rund 0,3 Beitragssatzpunkten. In der Antwort sind die Zahlen seit dem Jahr 2005 gelistet, seither sind die Zuzahlungen, vor allem durch den Wegfall der Praxisgebühr im Jahr 2013, deutlich gesunken.
Laut Bundesregierung betrug die Höhe der Zuzahlungen im Jahr 2016 inklusive Erstattungen und Vorauszahlungen 3,96 Milliarden Euro (2005: 5,25 Milliarden Euro), was durchschnittlich rund 55,40 Euro (2005: 74,50 Euro) pro Versicherten und Jahr bedeutet. Die weitaus meisten Zuzahlungen (rund 2,2 Milliarden Euro) fielen im Jahr 2016 im Bereich der Arznei-, Verbands- und Heilmittel an, gefolgt von Heil- und Hilfsmitteln (790 Millionen Euro) sowie Krankenhausbehandlungen (705 Millionen Euro).

PDF-Download der Antwort der Bundesregierung von der Homepage des Deutschen Bundestages